Ostküste Australiens

Entlang der Küste hielten wir in Airlie Beach an, wo wir drei Tage und zwei Nächte auf IMG_2550dem Powerplay, einem Katamaran verbrachten. Mit diesem Boot umfuhren wir die Whitsundays, welche am Great Barrier Reef liegen und sich als ein ausgezeichnetes Schnorchelparadies erwiesen. Das Wasser war so kühl, dass wir einen ganz Körper Neoprenanzug benötigten. Wir bekamen verschiedenste Fische und Korallen sowie riesige Muscheln zu Gesicht, doch das Highligt war, dass wir mit einer Schildkröte schwimmen konnten.

Nach einigen Übernachtungen entlang der Küste, machten wir einen längeren Halt in Hervey Bay, dem Eldorado für Whale Watching. Es war eindrücklich, diese bis zu 15 Meter langen Buckelwale hautnah zu erleben. Von Hervey Bay aus, gingen wir auf einen IMG_3301zweitägigen Ausflug nach Fraser Island, der grössten Sandinsel der Welt. Lake McKenzie, ein Schiffswrack, eine Klippe Namens Indian Head, von wo aus man Rochen, Haie, Schildkröten und Delfine sehen konnte sowie der Regenwald waren einfach einmalig, um nur einige Sehenswürdigkeiten zu erwähnen. Das Wasser dieser Seen und Bächen war so klar, das man beim Fotografieren das Wasser gar nicht sehen konnte. Auf der Insel konnten wir am
Strand entlang auch Dingos sehen.

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An Brisbane vorbei rasend fuhren wir bis Byron Bay und Nimbin, einem verschlafenen Hippie Kaff. Byron Bay ist eine coole Stadt am Meer, welche sehr bekannt fürs Surfen ist, sowie für ihre “Beizli” mit Live Bands. Wieder nach Norden fahrend machten wir Stopp in Surfers Paradise, dem Miami der Australier. Wieder mal im Trekkers Backpackers (nach 10 Jahren…) herrschte noch immer eine familäre Athmosphäre. In Surfers Paradise gibt es nicht nur riesige Hotelanlangen, sondern auch einen ewig langen Strand und Party 24/7.  Ein paar Tage später  gings dann nach Brisbane, wo wir die letzten  2 Nächte IMG_4078verbrachten. Aus dem Nichts sprach uns ein etwa gleichaltriges Paar  im Supermarket auf “Schwitzerdütsch” an und lud uns nach nur fünf Minuten zu sich zum Znachtessen ein. Es war ein gemütlicher Abend in netter Gesellschaft, welchen wir sehr genossen, weil wir uns wieder etwas “heimisch” fühlten. Ausserdem erhielten wir für die Fijis viele gute Tipps, was unsere Vorfreude für die nächste Destination wachsen liess.

 

Norden und Nordosten Australiens

Nach einer super angenehmen Fahrt mit dem Ghan, mit Zwischenstopp in Kathrine, IMG_1556kamen wir 24 Stunden später in Darwin an. Etwas geschockt von den Backpacker Preisen, haben wir uns trotzdem in Darwin nieder gelassen. Durch einen Tipp von Backpackern, bekamen wir die Nummer von Daniel, einem Australier. Er nahm sich die Zeit, uns und zwei anderen Backpackern im Litchfield Nationalpark zu führen. Wir besuchten den bekannten Markt am Strand, wobei wir auch einen wunderschönen Sonnenuntergang bewundern konIMG_1638nten. Die Wärme im Norden tat uns gut. Nach einer Woche flogen wir nach Cairns, wo wir dann von
unseren langjährigen Freunden aus Mossman abgeholt wurden. Wir freuten uns sehr wieder mal bekannte Gesichter zu sehen. In Mossman verbrachten wir 2 tolle Wochen mit ihnen und ihren Kindern. Dabei gingen wir nach Cape Tribulation, verbrachten ein paar unglaubliche Tage im Chinacamp, wo wir noch auf dem Goldhill zu “PJ” fuhren, einen IMG_1857Freund der Familie. Das war eine Fahrt! Mit dem 4×4 krakselten wir im Schritttempo nach oben, weil es sehr steil und aufgrund des gefallenen Regens
extrem rutschig war. Die Aussicht von dort oben, war einfach nur awesome! Zudem machten wir weitere Ausflüge zur IMG_1999Mossman Gorge und in der Nähe von Moreeba, wo wir in
einem Park Wallabees füttern konnten. Wir genossen die Zeit bei ihnen, weil wir durch sie Orte besuchen konnten, wo man nicht ständig anderen Touristen begegnet. Doch der Abschied nahte. Anfangs Juli zogen wir wieder mit einem Wicked Campervan weiter, die Ostküste runter bis nach Brisbane.

 

 

Uluru-Kata Tjuta National Park – Alice Springs

Nach hunderten von Kilometern gerader Strasse mitten durchs “Nichts” kam dann endlich der Abzweiger zum Uluru, dem Monolyth, eines der Wahrzeichen Australiens. Auf dem kleinen Abstecher (250 km ein Weg) vom Stuart Highway zum Park, nutzten wir unterwegs einen Gratis Camping, um den überriessenen “offiziellen” Camps zu entkommen. Der Park selbst ist eine fast schon kitschige Turi Aufmache. Parkplätze im Überfluss, welche für Tourbusse, andere für den Sonnenauf- bzw. Untergang, naja etwas zuviel Tourismus. Jedoch wollen eben auch über eine halbe Million Menschen dieses Gebilde jährlich betrachten. Das Land selbst, auf welchem der Park steht, wurde erst 1995 den Landbesitzern, den Aborigines zurück gegeben, unter der Bedingung, dass sie erstens den Park für 99 Jahre an den Staat verpachten und zweitens, dass man den Uluru immer noch besteigen darf. Dies grenzt für uns schon etwas an Unverständlichkeit. Denn der Monolyth ist für die Aborigines eine heilige Stätte, tief zusammen hängend mit ihrer Ansicht der Weltentstehung, fälschlicher Weise auch Traumzeit genannt. Wie würden wir wohl reagieren, wenn Menschen auf Kirchen herumturnen würden? Eine Moschee mit Turnschuhe betreten oder gar auf der Klagemauer in Israel herumklettern würden? Da die Aborigines es nicht verbieten dürfen, machen sie auf jeder Broschüre sowie am Start des Kletterhanges die Leute darauf aufmerksam. Es ist auch lebensgefährlich, über 30 Menschen sind in den letzten Jahren auf dem Weg nach oben oder wieder nach unten gestorben! Trotzdem sieht man Papi mit Kleinkind und älterem Sohn irgendwie hinauf klettern, dann aber den kleineren mitten im Kletterhang stehen lassen, weil er weint, um sich dann mit dem älteren irgendwie hoschzuachaffen…
Um sich etwas der Touristenschar zu entziehen, fuhren wir am nächsten Tag zum Kata Tjuta, eine ähnliche Felsansammlung aus Sandstein, wobei man dort eine schöne Wanderung unternehmen kann. Auf dem Rückweg zum Highway machten wir den nächsten 300 km Umweg zum Kings Canyon, ein “grünes Paradies” inmitten der Wüste, da sich dort das Regenwasser Monate lang ansammeln und zwischen Fels und Sand halten kann. Die Wanderung im Canyon war zwar anstrengend, die schönen und eindrücklichen Aussichten waren dann aber die Belohnung dafür.
Nach einer letzten Nacht in der Wildniss, natürlich mit Lagerfeuer, gings dann ins Städtchen Alice Springs, wo vom 10. bis 13. Juni das “Desert Race” mit Motorrädern und Autos angekündigt war. Auf dem Caravan Park, wo wir die ersten Nächte verbrachten, bestaunten wir die vom Lehm (weil es in der Wüste tatsächlich auch zu Regen kommen kann!) und Sand verwüsteten Fahrzeuge. Da wir leider keinen 4WD hatten, war es unmöglich dem Rennen zu zusehen. Auch mussten wir am 10. Juni unsere “Götsche” wieder abgeben. Während dem Aufenthalt in Alice besuchten wir das Reptil Zenter der Stadt, wo uns schnell einfach eine Schlange um den Hals gelegt wurde. Besonders beeindruckend war, dass wir verschiedene Reptilien berühren, gar auf uns herumturnen lassen konnten. Diese fühlen sich übrigens gar nicht so eklig an, wie man bei ersterem Blick vermutet. Sogar einen Park, welcher die drei verschiedenen Wüstenarten und deren Vegetation auf kleinem Raum präsentierte, ermöglichte uns viele Tiere, vor Allem Vögel von ganz Nahmen zu fotografieren.
Nun, bei uns ist es jetzt Montag Abend, setzen wir uns in den Gääähn, (The Ghan) um weiter in den tropischen Norden nach Darwin zu reisen. Bis bald!

Auf dem Stuart Highway zum Zentrum Australiens

Mit unserer fahrenden Stube machten wir uns auf dem Weg zum “roten Zentrum”. Von Port Augusta aus unternahmen wir einen Ausflug Richtung Flinders Ranges, um die Yourambulla Caves zu besichtigen. Port Augusta ist auch die letzte Möglichkeit, um Proviant zu besorgen bevor es wirklich ins Niemandsland geht. Wobei zwar immer wieder Roadhouses mit Tankstellen und kleinen Shops unterwegs aufzufinden sind, jedoch sich da die Preise für die Nahrung verdreifachen! In Woomera, einer ehemaligen Raketen-Test-Ortschaft, welche erst seit 15 Jahren öffentlich zugänglich ist, hielten wir kurz, um die Reliquien zu bestaunen. Das Städtchen sieht so aus wie diese amerikanischen Armee Stützpunkte, die man aus den Filmen kennt, einfach nur menschenleer. Zwei Nächte verbrachten wir dann in der “staubigsten Dreckstadt”, Coober Pedy, die Heimat des Opals. Wir besuchten Opal Minen und staunten nicht schlecht als wir unterirdische Wohnungen zu Gesicht bekamen. Tatsächlich besteht unterirdisch ein kontinuierliches “mildes” Klima zwischen 20 und 25 Grad, während es an der Oberfläche im Sommer bis zu 45 Grad heiss und in den Winternächten locker unter Null werden kann (hier ist jetzt Winter). Trockene staubige Luft, sehr grelles Licht und kaum ein Wölklein am Himmel, so zeigt sich das Klima mitten in der Wüste. Wir konnten an einer öffentlichen Stelle auch “Noodlen”, so nennt man das Durchwühlen von Schutthaufen, dem “Mullock”. Die einzige Bedingung ist, dass man nur die Hände benutzt, also keine Werkzeuge, Schaufeln usw. verwenden darf. Dann brauchts auch keine Lizenz. Angezogen durch den Opal, den man übrigens tätsächlich mit etwas Geduld finden kann, bewohnen zur Zeit ca. 2’500 Menschen dieses Städtchen, eindrücklicherweise aus über 40 Nationen! Nun genug Staub gefressen, ab zum “Red Centre”, dem Uluru-Kata Tjuta National Park.

Melbourne – Great Ocean Road – Adelaide

Nach über einer Woche Sydney hatten wir wirklich genug vom Grossstadt Leben. Wir blieben zwei Nächte in Melbourne, bevor wir uns entschlossen weiter zu reisen. Wir entschieden uns zuerst den Süden zu erkunden, da es zu einem späteren Zeitpunkt noch viel kälter werden würde. Da Down Under wirklich erschreckend teuer ist (2 Liter Milch kosten im Supermarkt zwischen 3 und 5 Stutz!) und wir die “Wildniss” Australiens sehen und spüren wollten, machten wir uns mit unserem neu gemieteten Wicked Camper auf, die Great Ocean Road zu entdecken. Von Melbourne gings entlang der Küste nach Adelaide. Unterwegs übernachteten wir in National Pärken, auf Campingplätzen, welche im Sommer eigentlich Sportplätze sind oder gar einfach im Rudel mit anderen Campern, irgendwo wild. Tatsächlich fühlt man sich hier schon etwas sicherer als in Afrika. Ab und zu gönnten wir uns einen richtigen Caravan Park, wo wir heiss duschen konnten, um uns für die Nacht aufzuwärmen. Die Great Ocean Road schlängelt sich der Küste entlang, vorbei an diversen Pärken, Leuchttürme und auch hier unzähligen wilden Tieren. Wir sahen die eindrücklichen Felsformationen der zwölf Apostel, wobei es nur noch acht sind, vorbei an der London Bridge und anderen bemerkenswerten Küstenabschitte. Am Ende der Great Ocean Road machten wir einen Umweg über den Grampians National Park, welcher leider auch von sintflutartigen Regenfällen verunstaltet wurde und unseren Besuch wegen geschlossenen Strassen etwas verkürzte. Doch konnten wir trotzdem friedlich grasende Kängurus beobachten. Als wir wieder der Küste entlang fuhren, um nach Adelaide zu gelangen, übernachteten wir an einem kleinen unscheinbaren Ort. Dort besuchten wir am nächsten Tag den Tower Hill Reserve. Wir genossen unser Frühstück unter einem der zahlreichen “Gum Trees”, den Lieblingsbäumen der Koalas, welche dort ihr nickerchen abhielten. Gegen Emus mussten wir uns schon wehement wehren, diese wollten ebenso am Frühstück teilnehmen wie wir. In Adelaide angekommen, genossen wir ein paar “wärmere” Frühlingstage bevor wir uns zum “roten Zentrum” aufmachten.